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In der Gemeindeversammlung des Dorfes Opmünden findet sich im Protokoll vom 24. November 1857 ein Passus zum Bau eines Spritzenhauses. Bis zur Fertigstellung des Neubaus stand die bereits vorhandene Feuerspritze auf dem Hof des Landwirts Gerwin. Das damals erstellte Spritzenhaus steht auch heute noch im Mittelpunkt des Dorfes. Eine Brandwehr besteht in Opmünden schon seit 1888. Sie verpflichtete jeden Bürger des Dorfes zur Hilfeleistung in einem Brandfall.

Die offizielle Gründung der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Opmünden ist datiert auf den 01. Juli 1911.

Der §1 der Gründungssatzung lautete: Die freiwillige Feuerwehr Opmünden ist eine Vereinigung gesunder und kräftiger Männer der Gemeinde Opmünden, welche die Ehrenpflicht übernehmen, sich die Gewandheit, den Muts und die Sachkenntnis zu erwerben um bei Feuersgefahr möglichst schnell und in zweckmäßiger weise Hilfe leisten zu können.

Erster Brandmeister wurde Andreas Kaiser. Durch die Anschaffung einer Handdruckspritze erlebte man eine technische Neuerung. Sie wurde von einem Pferdegespann zum Einsatzort gebracht. Die Bedienung erfolgte über 2 gegenüberliegende Hebel die von Feuerwehrmännern zum Aufbau des Wasserdruckes bedient wurden. Durch eine Schlauchleitung und einem Spritzstück wurde das Löschwasser in das Feuer gebracht. In den Folgejahren wurde viel am Ausbildungsstand und der Ausrüstung der Feuerwehrmänner verbessert. Einheitliche Uniformen und lederne Schutzhelme wurden angeschafft. Regelmäßige Übungs- bzw. Dienstabende wurden durchgeführt. Im §20 der Gründungssatzung heißt es z.B., Wer zu einer angesetzten Übung oder befohlenen Dienstleistung unentschuldigt fehlt oder später als 30 min. erscheint zahlt eine Strafe von 20 Pfennig. Bei einer Feuersbrunst belief sich bei diesen Vergehen die Strafe auf eine Mark. Heute findet dieser Paragraph keine Anwendung mehr.

Im Jahre 1936 wurde das 25-jährige Jubiläum in der Scheune des damaligen Brandmeisters Karl Camen gefeiert. Die letzten Aufzeichnungen der Protokolle während des 2. Weltkrieges datieren vom 20.02.1943. Truppführer war damals Andreas Lappe sen. Seit dem 23.07.1949 wird das Protokollbuch der Löschgruppe Opmünden lückenlos geführt. An diesem Datum wurde Andreas Kaiser zum neuen Löschgruppenführer gewählt. Der Jahresbeitrag betrug damals 1 DM. Das Feuerwehr nicht nur brandbekämpfung sondern auch Teilnahme und Mitgestaltung des dörflichen Lebens bedeutet wurde am 14.02.1953 deutlich als erstmals ein karnevalistisches Winterfest im Dorf gefeiert wurde. Für das Jahr 1954/55 stand die Errichtung eines Ehremales an der Südseite des Spritzenhauses an. Dieses wurde gleichzeitig mit einer Renovierung des Hauses verbunden. Das Ehrenmal ist auch heute noch fester Bestandteil des Spritzenhauses. Schon damals zeigte sich das aufgrund geringer finanzieller Mittel diese Anschaffungen nur in gemeinschaftlicher Arbeit durchzuführen sind. Dieses festigte den Zusammenhalt in der Kameradschaft.

Die 60ziger Jahre begannen mit dem 50-Jährigen Jubiläum der Löschgruppe Opmünden, welches am 27.05.1961 in der Scheune des Landwirts Haverland gefeiert wurde.

Im Zuge dieser Veranstaltung wurde der Löschgruppe eine neue Zapfwellengetriebene Feuerlöschkreiselpumpe überreicht. Der erste Brandeinsatz dieser neuen Pumpe wird auf Januar 1962 zu einem Hofbrand nach Elfsen datiert. Hierbei zeigte sich, dass die Einsatzfähigkeit der Wehr durch diese Neuanschaffung wesentlich erhöht wurde. Als verbesserungswürdig zeigten sich jedoch Punkte wie Schlauchmaterial zur Wasserförderung sowie Alarmierungsmöglichkeiten.

Der Ausbau bzw. die Renovierung des Spritzenhauses nahm die Feuerwehr im Jahr 1964 neben dem normalen Dienst in Anspruch. Am 14.05.1966 endete die Amtszeit von Brandmeister Andreas Kaiser. Zu seinem Nachfolger wurde Heinrich Hölter gewählt. Zum Stellvertreter Erwin Zingler.

Das gravierenste politische Ereignis Ende der 60ziger-Jahre, welches auch Auswirkungen auf die Feuerwehr hatte, war die kommunale Neugliederung. Die eigenständige Gemeinde Opmünden wurde aufgelöst, ebenso die Trägerschaft des Amtes Lohne und wurde durch die Erschaffung der Großgemeinde Bad Sassendorf neu gegliedert. Dennoch war der Erhalt einer jeden Löschgruppe ein wichtiger Baustein in den Orten. Sie waren nicht nur für den ersten Brandschutz vor Ort zuständig, sondern auch ein wichtiger Teil des dörflichen Lebens.

Die Ausrüstung der Löschgruppen war Aufgabe der Gemeinde, wenngleich sich einige dieser Gruppen mit einem gewissen Eigenkostenanteil an der Beschaffung ihrer persönlichen Schutzausrüstung beteiligten.

Zur Auffrischung und Weiterbildung der Kameraden vor Ort wird seit 1973 an jedem 1. Donnerstag im Monat ein Übungsabend mit verschiedenen Themen durchgeführt.

Im Jahre 1978 wurden die Dörfer Elfsen, Beusingsen und Opmünden zum Zug 3 der Gemeinde Bad Sassendorf zusammengefasst. Auf die Weiterbildung der Feuerwehrkameraden wurde auch durch Lehrgänge (Maschinisten, Brandmeisterlehrgänge etc,) großen Wert gelegt. Nur eine permanente Weiterbildung und eine Beherrschung der Löscheinrichtungen kann eine qualifizierte Wehr hervorbringen. Seit 1981 nehmen Kameraden der Löschgruppe Opmünden an den alljährlich stattfindenden Leistungswettkämpfen gemeinsam mit den Kameraden aus Beusingsen und Elfsen mit Erfolg teil. Eine wichtige personelle Veränderung stand im Jahre 1982 an. Brandmeister Heinrich Hölter wurde nach Erreichen der Altersgrenze durch seinen Sohn, Klaus Hölter, als Löschgruppenführer abgelöst. Dieses war der Beginn eines ereignisreichen Jahrzehnts. Mit 75-jährigem Bestehen, Neubau des Gerätehauses sowie Überstellung des neues Fahrzeuges.

Die 80ziger Jahre waren für die Kameraden der Opmünder Wehr unter der Leitung von Klaus Hölter arbeitsintensiv und ereignisreich.

Wie üblich wurde an einem jeden 1. Donnerstag im Monat ein Übungsabend abgehalten an denen die theoretischen und fachlichen Kenntnisse vertieft wurden. Des weiteren standen Treffen mit den Wehren des Zuges 3 (Elfsen und Beusingsen) auf dem Arbeitsplan. Auch der gesellschaftliche Aspekt der Feuerwehr wurde nicht vernachlässigt. Feuerwehrfeste mit der gesamten Dorfbevölkerung sowie der alljährlich stattfindende Grillabend sind ein wichtiger Baustein für eine gute Zusammenarbeit. 1983 wurde die gemeinschaftliche Leistungsgruppe aus den Wehren Elfsen, Beusingsen und Opmünden aufgelöst, seit 1984 nimmt die Opmünder Wehr mit einer eigenen Leistungsgruppe an den jährlich stattfindenden Wettkämpfen mit Erfolg teil.

Auch auf sportlichem Gebiet war man aktiv. Am 31.07.1984 fand in der Wiese auf dem Hof Nölken ein Wasserballturnier statt. Alle Wehren der Gemeinde Bad Sassendorf stritten unter den Augen von zahlreichen Besuchern um den Sieg.Die Löschgruppe Enkesen im Klei gewann letztendlich. Opmünden belegte den 3. Platz.

Im Jahr 1986 stand das 75-jährige Jubiläum der Löschgruppe an. In der Halle von Heinrich Merzmann wurde mit der Dorfbevölkerung und den Feuerwehrkameraden der umliegenden Löschgruppen gebührend gefeiert. Im Zuge dieser Veranstaltung wurde das neue Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) der Löschgruppe übergeben. Bei der Schlüsselübergabe durch Gemeindedirektor Dahlhoff an den damaligen Gemeindewehrführer Kerstin und weiter an Klaus Hölter gab es die wohl größte Überraschung des Abends.

Die Zuschüsse für das neu geplante Gerätehaus waren bewilligt worden. Die ehemalige Bleibe der Feuerwehr war mittlerweile in die Jahre gekommen. Der Übungsraum hatte eine Größe von ca. 20 m². Sanitäre Anlagen sowie Heizung waren nicht vorhanden. Im Vorraum des Spritzenhauses stand die alte Feuerlöschkreiselpumpe. Des Weiteren konnte in diesem Gebäude das neue TSF-Fahrzeug nicht untergebracht werden.

Dies waren die Punkte die letztlich zum Neubau führten. Im gleichen Jahr konnte noch mit dem Spatenstich bzw. mit den Arbeiten an diesem Bau begonnen werden. Für dieses "Großprojekt" waren nicht nur die Feuerwehr sondern auch die gesamte Dorfbevölkerung gefordert. Die gesamten Arbeiten (Mauerarbeiten, Dacharbeiten, Innenausbau) wurden größtenteils in Eigenleistung vollbracht.

1987 war die offizielle Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses.

Theoretische und praktische Übungsabende sind nun unter optimalen Voraussetzungen möglich. Ebenso wird es gelegentlich von der Dorfbevölkerung für gesellige Zusammenkünfte genutzt, da im Ort keine Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Durch die beiden Neuanschaffungen entstand für die Feuerwehrkameraden bzgl. der Instandhaltung und Pflege des Fahrzeuges, Einrichtungen und Außenanlagen des Gerätehauses etwas Mehrarbeit, die aber gerne in Kauf genommen wurden.