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Geschichte des Schützenvereins Opmünden

Im Jahre 1839 wurde der Schützenverein "Vereinigte Dörfer" gegründet. Hierzu gehörten Neuengeseke, Herringsen, Enkesen im Klei, Opmünden und Beusingsen.
Vier Jahre später, im Jahre 1843, traten die Opmünder aus dem Verbund aus und gründeten die "Opmünder Schützengesellschaft". Was die Opmünder zu diesem Schritt bewogen hat, läßt sich heute allerdings nicht mehr nachvollziehen, da viele Dokumente in den Kriegswirren verloren gegangen sind. So erklärt es sich, daß vieles nur noch mündlich von Generation zu Generation weitergegeben wurde.
Zur Gründungsversammlung kamen 50 männliche Bürger aus Opmünden zusammen. Auf dieser ersten Zusammenkunft wurden die Statuten, die die Aufgaben und Aktivitäten des Vereins regelten, aufgestellt. Viele der einzelnen Punkte finden heute keine Anwendung mehr. Sie wurden im Laufe der Jahre zeitgemäß erneuert. Viele Namen, die auf der Gründungsurkunde stehen sind heute im Dorf nicht mehr vorzufinden. Das liegt daran daß einige Familien nicht mehr existieren, andere sind verzogen. Des weiteren waren viele Lohnarbeitskräfte auf den örtlichen Höfen und Handwerksbetrieben tätig. Durch die Rationalisierung im Laufe der Jahrzehnte wurden diese überflüssig, und sie verließen die Dörfer.

Hier einige Beispiele der Statutenänderungen:
Beispiel 1:
In den ersten Jahren wurde das Fest 14 Tage vor Pfingsten an einem Sonntag und Montag gefeiert. Am Samstagabend wurde durch Trommelschlag das Fest angekündigt. Montags morgens um 4 Uhr nach Ankündigung durch Trommelschlag, wurde der Vogel durch den Vorstand und einigen Vereinsmitglieder aufgesetzt. Heute wird das Fest 8 Tage nach Pfingsten ge- feiert. Die Vereine des Kirchenspiels Neuengeseke halten eine Termin- absprache ab, so daß keine Überschneidungen von Festivitäten stattfinden. Seit einigen Jahren wird von Freitag bis Sonntag gefeiert, wobei das Vogelaufsetzen und abschießen Freitagnachmittags veranstaltet wird.

Beispiel 2:
Vor dem Vogelschießen versammeln sich die Schützen beim Hauptmann, wo die Nummern zum Schießen verlost wurden. Auf dem Schießplatz angekommen wurde solange auf den Vogel geschossen, bis das Nummernschießen angeordnet wurde. Wer durch das Schießen Schaden an der Stange anrichtete mußte denselben durch einen Betrag ersetzen, welcher vom Vorstand festgesetzt wurde.

Heute tritt der Verein auf dem Festzelt an und marschiert zur Vogelstange. Eine Verlosung von Schießnummern gibt es nicht mehr. Jedes Mitglied des Vereins wird vom Feldwebel namentlich aufgerufen, aber es besteht kein Schießzwang. Heute haftet der Verein für Schäden, die durch das Schießen am Kugelfang entstanden sind.
Durch das Fehlen einiger Aufzeichnungen ist es nicht genau nachvollziehbar, ob bis zum Jahre 1914 jedes Jahr ein Schützenfest gefeiert wurde. Bedingt durch den Ersten Weltkrieg wurde von 1915 - 1919 kein Schützenfest gefeiert. Die erste Versammlung fand am 24. April 1920 statt. Man entschloss sich Anfang Mai des selben Jahres ein Fest zu feiern. Die Einschreibegebühr betrug seinerseits 10,00 Mark, der jährliche Beitrag 5,00 Mark.
Im Vergleich dazu der Beitrag von 1943: Zwischen 5 und 15 Groschen.
Im Jahre 1923 wurde aus nicht näher erläuterten Gründen nicht gefeiert.
Einschneidende Änderungen ergaben sich erst Mitte bis Ende der 30er Jahre. Am 12. September 1936 wurde auf einer außerordentlichen General- versammlung der Beitritt zum Deutschen Schützenbund beschlossen. Die Satzung des Vereins wurde am 26. März 1938 außer Kraft gesetzt und zugleich die Satzung des Deutschen Schützenbundes angenommen. Außerdem wurde in dieser Versammlung über die Erstellung einer Schießgruppe sowie eines Schießstandes diskutiert. Das letzte Fest wurde am 14. und 15. Mai 1939 ge - feiert.
Die erste Generalversammlung nach dem Krieg wurde am 04. Juni 1948 durchgeführt. Als Termin für das Fest einigte man sich den 11. und 12. Juli des selben Jahres. In den ersten Jahren war der Gebrauch von Schußwaffen beim Vogelschießen untersagt, deshalb wurde der Vogel mit Wurfhölzern abgeworfen. Eine neue Satzung wurde 1953 erarbeitet. In diesem Jahr taucht auch erstmals der Begriff "GEMA" auf, eine Vereinigung, die eine Gebühr für den musikalischen Rahmen bei Festivitäten erhebt.
Ab 1958 änderte sich der Festablauf dahingehend, das anstatt Sonntag und Montag von nun an Samstag und Sonntag gefeiert wurde. Des weiteren wurde in diesem, wie auch in den folgenden Jahren, kein Zelt mehr vor die Scheune Haverland gebaut.
Das nächste größere Ereignis stand 1968 an. Seit nunmehr 125 Jahren bestand der Schützenverein Opmünden. Dieses war Anlass genug das jährliche Fest in einem größeren Rahmen zu begehen. Zahlreiche Vereine aus der Gemeinde Bad Sassendorf und der Stadt Soest wurden hierzu eingeladen. Einer der Höhepunkte des Festes war unter anderem der musikalische Auftritt der Kanadischen Militärkapelle, die seinerzeit in den Echtroper Kasernen stationiert war.
Einige Anschaffungen und kleinere Änderungen im Festablauf bestimmten das Bild der folgenden Jahre.
Die Königskutsche, jahrelang ein fester Bestandteil beim Festumzug, wurde 1969 abgeschafft, da es immer schwieriger wurde hierfür im Dorf Pferdegespanne zu finden. Das Königspaar sollte künftig bei guten Wetter im Festzug mitmarschieren, bei Regenwetter im Auto gefahren werden, doch an- fangs ergab sich noch die Möglichkeit den Reitverein Soest/Bad Sassendorf zu verpflichten das Königspaar zu fahren.
Nachdem man jahrzehntelang von einer hölzernen Vogelstange in der "Steinkuhle" den Vogel abgeschossen hatte, wurde 1977 ein Kugelfang in der Nähe in der Nähe des Festplatzes erstellt.
Auf der Generalversammlung 1983 wurde eine neue Satzung erarbeitet und verabschiedet. Sie hat auch heute noch Gültigkeit. Dieses Jahr wurde geprägt durch das 140 jährige Vereinsjubiläum. Zusammen mit sieben Gastvereinen wurde das Fest im angemessen Rahmen begangen.
Im folgende Jahr wurde das älteste Vereinseigentum, die Fahne, restauriert. Seit 1990 wird das Fest aus organisatorischen Gründen Freitag, Samstag und Sonntag gefeiert, wobei der Umzug am Samstag erst nachmittags beginnt.
Im darauffolgenden Jahr wurde seit langer Zeit wieder im Zelt gefeiert, was sich bis heute gut bewährt hat.

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